Feine Keimlinge hassen harte Wasserstrahlen. Nutze Gießkannen mit Brausekopf oder eine Sprühflasche für die ersten Tage. Kapillarmatten oder Tonkegel halten Feuchte konstant, ohne zu vernässen. Morgens gießen stärkt Pflanzen, abends kann es Schnecken anlocken, die auch auf Balkonen auftauchen. Prüfe mit dem Finger zwei Zentimeter tief, statt nach Uhr zu gießen. Einmal pro Woche gründlich durchfeuchten, danach abtropfen lassen. So bleiben Wurzeln aktiv, Blätter prall, und du minimierst Stressspitzen, die Bitterkeit oder Schossen begünstigen.
Südbalkone bieten intensives Licht, aber auch Hitzespitzen. Salate danken es mit zarter Struktur, wenn du die Mittagssonne teilweise filterst, etwa durch ein leichtes Vlies. Ost- und Westlagen sind ideal für gleichmäßiges Wachstum. Nordseiten funktionieren mit hellen Wänden, Spiegeln oder weiß gestrichenen Regalen überraschend gut für Kresse, Schnittlauch und Microgreens. Drehe Kästen alle paar Tage, damit Pflanzen nicht einseitig wachsen. Beobachte, wo Windkanäle entstehen, und schaffe Schutz. Lichtstress reduziert Ertrag, gleichmäßige Helligkeit fördert dichte, aromatische Blätter.
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